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Der Vortrag

So ihr lieben Alle!

Heute halte ich mal einen Vortrag, einer welcher ich an all meinen OfflineKursen hervorhole. Wisst ihr was das Wichtigste beim Handlettering ist? Nein, nicht das Wissen, das Material oder das Können! Vielmehr ist es die Selbstliebe und der Spassfaktor an der ganzen Sache. Ich höre oft „ich kann das nicht“ „bei mir sieht es nie so aus wie bei den Anderen“ oder „hier könnte man noch das und das verbessern“…. Das sind alles nur Selbstzweifel und wieso muss es denn aussehen wie bei Anderen? Und wenn man schon denkt, dass man es nicht kann (dies gilt übrigens nicht nur für das Handlettering), dann geht es auch nicht. Glaubt mir der Stift führt auch ein wenig eure Gedanken! Und wenn diese negativ sind, na dann, dann sieht man dies dem Buchstaben auch an!

 

Die Technik, das Wissen kommt ganz alleine vom üben und dem Spass. Wenn ihr Spass habt, dann übt ihr regelmässig und eure Werke verbessern sich stetig. Beim Schreiben hat man immer das Gefühl (dies sind meine Beobachtungen), dass man es innerhalb 2h können sollte – ist ja „nur“ schreiben. Aber wenn ihr anfangt zu töpfern, habt ihr auch nicht den Anspruch eine perfekte Vase zu Töpfern am ersten Abend. Wisst ihr was ich meine?!

Zum Satz „es sieht bei mir nicht aus…“ kann ich nur fragen, ist das wirklich euer Anspruch, gleich zu sein wie Andere? Ihr seid gut genug und jedes Werk hat Charakter und EUREN Stil.

<–Ein ganz altes Werk von mir, sowas von nicht perfekt, finde es nichtmal mehr hübsch. Aber gemacht habe ich es und dazu gelernt!

Und das ständige, hier könnte ich noch besser oder da, ja es könnte immer besser sein, dies denke ich auch bei meinen Werken. Aber Hey, meist seht nur ihr die möglichen „Fehler“ oder die Unschönheiten. Wir sitzen so Nahe am eigenen Blatt, das wir jeden Fliegenschiss sehen. Halten wir das Papier etwas weiter weg, sind die Makel halb so schlimm und wenn wir sogar den Mut haben den Winkel (egal ob mit dem Blick oder den Gedanken) zu verändern, dann hoppla, sieht man diese „Fehlerchen“ nicht. Wir sind am lernen, täglich und jedes Werk welches wir machen bringt uns ein Stück weiter in unserem tun. Und wenn es einfach nur Spass gemacht hat, dann ist Perfektion sowas von schnurtzpippegal, imfall!

Und dann gibt es noch so Tage an denen nichts läuft, auch Dinge welche man eigentlich kann, wollen an denen Tagen so ganz und gar nicht. Hier kommt nun der ZyklusTag zum Zuge. Meist ist es kurz vor Mens oder grad ganz tief im Winter. Dies hat auch Auswirkungen auf unsere Feinmotorik, unser Denken und alles andere. Ihr glaubt nicht wie Schwungvoll ich beim Eisprung schreiben kann 😉 Diese Tage darf es geben, am nächsten geht es besser. Ich habe das Glück, dass ich mein Atelier mit der lieben Josianne von quittenduft.ch teilen darf und sie gibt wunderbare Kurse zum weiblichen Zyklus – welche ich halt beim schreiben einsetze und mir durch dieses Wissen (und glaubt mir, meines ist klein und es hilft mir schon! Josianne ist da der Profi und sie weiss voll Alles darüber!!) einiges erklärt wurde und wieso ich nicht an jedem Tag mit gleichem Flow arbeiten kann. Es heisst nämlich nicht, dass ihr es nicht (mehr) könnt, sondern das halt unsere Zyklustag nicht für diese Schriftart die nicht funktioniert gemacht ist.

 

So Vortrag ENDE, dies gilt übrigens nicht nur fürs Handlettering, sondern für das ganze Leben, nicht vergessen! Positiv Denken hilft unheimlich!

Ste*

 

P.S.: Schau hier noch ein Glass voll Selbstliebe für den Heimweg…

  1. Liebe Ste*
    Ein schöner Vortrag von dir und so richtig „Ste* like“. Hat Spass gemacht diesen zu lesen – ich nehme mir das gerne zu Herzen. Und ich bin sicher, mit deinen schönen Anleitungen, deiner Motiviation und deinen Tipps bringst du noch ganze viele Menschen zum Schreiben…
    Herzlichst, Beatrice