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F – wie falsche Kalligrafie

Ohne Feder schreiben wie ein Kalligraf

Bei dem Buchstabe F kommt eine meiner meist gebrauchten Techniken – die falsche Kalligrafie oder faux calligraphy. Wie es der Name wieder einmal verratet, ahmt man die Kalligrafie nach.

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Hier ein falsche Kalligrafie mit meiner normalen Handschrift.

Das heisst, es wird mit der Strichstärke jongliert, es gibt einige Striche die du hierfür dicker zeichnest und andere sind dünner. Wie hoch du den Kontrast beider Striche machst, ist dir überlassen.

Man könnte es auch aus dem Bauch heraus machen, aber wie bei fast allem, gibt es auch hierfür eine Regel, welches dein Handlettering Werk harmonischer wirken lässt und der Kalligrafie näher kommt!

Ein Kalligraf gibt bei jedem Abstrich Druck auf seine Feder, somit spreizt sich diese und der Strich wird dicker. Bei den Aufstrichen sollte er nicht drücken, da sonst die Feder kaputt geht oder die Tinte nicht fliesst und ohne Druck bleibt der Strich feiner.

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Also ganz einfach! Die Lücken die nun entstanden sind, kannst du mit schwarz ausmalen, so kannst du auch noch nachbessern bis es dir gefällt. Du kannst es auch aus schraffieren, punkten, bunt ausmalen oder dich einfach kreativ austoben – feel free!

Anleitungsvideo Falsche Kalligrafie

Schritt-für-Schritt Bilder Blumenschrift

Zuerst skizzierst du dir deinen Schriftzug vor. Ich mache mir hierfür Linien, damit ich gerade bleibe. Zeichne dir auch schon die Abwärtsstriche breiter und achte darauf, dass diese breiten Striche auch in etwa gleich breit sind.

BeistiftSkizze

Als nächster Schritt geht es ans füllen der dickeren Striche. Ich habe hier verschiedene, einfache Blumen gemacht, da es zum Wort passt. Aber es geht auch mit jeder anderen Füllung. Fast wie beim backen – Grundrezept bleibt gleich, die Füllung kannst du nach belieben oder Saison anpassen 😀

Wenn du noch zuviel Leerraum hast, kannst du diese gut mit Punkten auffüllen. Die Form sollte so gut gefüllt sein, damit es keine Outline mehr braucht.

Danach kannst du noch die dünnen Striche, also die Aufstriche machen. Die Bleistiftstriche werden mit einem weichen Radiergummi wegradiert und fertig ist dein Werk!

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chic, oder?!

Viel Freude beim ausprobieren! Zeig mir doch dein Werk per email oder in der FacebookGruppe BuchstabenKünSte*

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E – wie Elemente

Elemente

Ja, auch wenn es beim Buchstaben zeichnen nicht wirklich um Elemente geht, sind sie schöne Anhängsel welche deine Werke noch schöner machen.

Mit verschiedenen Elementen kannst du deinem Handlettering Charakter geben, Wörter hervorheben oder Texte trennen. Ich versuche bei meinen Letterings jeweils ein Gefühl auszudrücken, wenn ich dieses Gefühl nicht mit der Schrift selber herbeiführen kann, verwende ich gerne kleine Zeichnungen.

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Hier nur einige Möglichkeiten, ich bin überzeugt, dass dir noch viele weitere in den Sinn kommen.  Rahme das Wort welches du hervorheben möchtest in Tropfen oder sogar in Klammern. Ein Rähmchen kannst du auch sehr gut nur um ein Wort machen oder du rahmst den ganzen Spruch ein, so fällt auch etwas Weissraum weg.

Versuche doch das Wort in einen Buchstaben zu binden – vielleicht passt es ja. Oder du hängst die Geburtstagszahl des Geburtstagskindes an das Schnürchen, anstatt der Sterne wie bei dem ersten E oben.

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Pfeile und Sterne gehen immer, wie ich finde. Schau dich in der Welt um und suche alternativen zu deinen gewohnten Kritzeleien. Bei mir sind das oft Phasen. Ich brauche lange dieselbe Art von Zeichnungen und irgendwann habe ich diese gesehen und mache andere.

Handlettering, Elemente, Zeichnung, Lernen, Lettering, schön schreibenAuf diesem Bild siehst du eine kleine Auswahl an Linien, welche du auch ganz gut für Kränze, Rahmen, Pfeile, Trennlinien gebrauchen kannst oder sogar für die dicken Buchstaben, welche ich dir in diesem Blogbeitrag gezeigt habe!

Hübsche dein Handlettering Stück auf und gib ihm damit das gewisse Etwas! Und dein Werk in der BuchstabenKünSte* Gruppe – ich würde mich sehr freuen!

Wenn du dich nicht traust, helfe ich dir gerne dabei!

D – Dicke Buchstaben

für so vieles brauchen wir dicke Buchstaben. Mit ihnen kannst du, wenn du Buchstaben malst, Wörter hervorheben, welche dir wichtig sind. Oder du schaffst Raum um die Buchstaben auszumalen, zu verzieren oder sie einfach dominat Wirken zu lassen.

Wenn du direkt die Outline malst, dann funktioniert dies ganz gut bei den geradlinigen Buchstaben wie L,E,I,H etc. Aber sobald eine Rundung dazu kommt (besonders das S) verschieben sich die Proportionen meist und dein dicker Buchstabe sieht nicht mehr ganz so schön aus, gell… Mit Übung bringt man dies zwar auch hin, aber es gibt einen einfachen Trick, welcher dir hilft, von Anfang an schöne, wohlgeformte Buchstaben zu lettern.

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Ich gehe immer (egal welche Schriftart ich mache) von einem Grundalphabet aus, welche ich mir mit Linien zeichne. Man nennt diese dann auch Skelettschrift. Wenn du nun links und recht dieses Skelettes eine Linie ziehst, stimmen dir die Proportionen immer! Die Linie, welche du um den Buchstaben zeichnest dürfen auch ganz gut gewellt sein oder gezackt – sei wieder kreativ, es gibt unzählige Möglichkeiten!

Bei der gewellten Outline erzielst du so einen Bubble Buchstabe und erst noch mega einfach!

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Wenn du dann die Outline hast, ist es dir überlassen wie du nun das Innenleben machst. Vielleicht malst du es farbig aus, lässt den Skelettbuchstaben stehen, punktest oder schraffierst es. Du kannst auch die Outline anders machen, so wie ich oben das „yeah“, bei dem ich statt eine Linie, einfach punkte gemacht habe. Oder du hast dir die Grundform für ein ConvexLettering geschaffen.

Ich habe dir zu diesem Thema ein ProzessVideo gemacht. So siehst du, wie ich dies so mache. Ich male meine Handletterings auch oft auf dem IPad in ProCreate. Im Zweiten Frame habe ich die dicken Buchstaben mit Hilfe des LetterGrid von Stefan Kunz gemacht, es geht auber auch ganz gut ohne!

 

Zeige doch deine dicken Buchstaben in der BuchstabenKünSte* Gruppe, ich würde mich freuen, wenn ich sehe, dass dir diese kurze Anleitung etwas gebracht hat und dich motiviert den Stift zu schwingen!

 

C – wie ConvexBeveled

Ein etwas komischer Titel, gell. Dank der englischen Sprache habe ich auch etwas beim C in unserem AnleitungsABC. Dieses Thema richtet sich an schon geübte Handletter Freunde, denn es gehört in die Schatten Familie.

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Convex heisst übersetzt gewölbt, erhabenrund und Beveled heisst abgeschrägt, angeschrägt

(also so sagt es mir der Übersetzer, denn englisch und ich sind keine Buddys ;-))

Ich kenne diese Art zu arbeiten aus dem SignPainting, jedoch sieht man sie auch immer vermehrt unter den Handletterer und auch bei dem Brushlettering kannst du es als Verzierung gebrauchen. Auch ist die Handhabung wie bei den Schatten, wenn du mal den SchattenKnopf im Kopf gelöst hast, dann geht es ganz gut!

Am einfachsten ist es mit einer dicken Blockschrift (wie du dicke Buchstaben machst), dann teilst du den Körper in vier Teile. Am Besten geht das, wenn du den SkelettBuchstaben zeichnest und dann die Dreiecke oben und unten anfügst. Die Schrift soll ja in den Spitzlaufen auf der Oberfläche. Und wenn du denkst, der Buchstabe sei ein Haus mit Spitzdach in der Vogelperspektive, dann weisst du auch wo die restlichen Striche hinkommen.

Nun solltest du dir überlegen wo deine Sonne steht und das Feld, welches am nächsten an der Sonne ist wird am hellsten. Das Feld welches gegenüber diesem liegt ist am dunkelsten, da es ja im Schatten steht. Uff, das ist ein wenig wie malen nach Zahlen…. Und so malst du nun deine Buchstaben aus.

Convex, BeveledHandlettering, Schatten, schön schreiben, anleitung, lernen, Buchstabe C

Dies ist schon die ganze Hexerei, es sieht komplizierter aus als es ist!

Wenn du sConvex, BeveledHandlettering, Schatten, schön schreiben, lernen, Buchstabe Cchon geübt mit dem Brushpen bist, dann kannst du es auch gut in einem geschwungenen Schriftzug machen. Das Prinzip bleibt dasselbe. Dort kannst du die Abstufungen der Farbe auch machen, indem du einfach jeweils einmal mehr über die Fläche malst.

Den Frühling hier habe ich mit Wasserfarbe gemalt, wenn du genau hinschaust, stimmt nicht alles, aber heee – sieht doch trotzdem schön aus, oder?!

Ich würde mich freuen, wenn du dich auch mal darin versucht und zeige doch dein Werk in der BuchstabenKünSte*Gruppe oder füge auf Insta den #BuchstabenKünSte an dein Bild!

 

 

B – wie Brushlettering

Heute erzähle ich dir etwas über Brushlettering. Wie du beginnst und was dir hilft, schöne Schriftzüge zu gestalten.

Brushlettering nennt man die Kunst, mittels Pinsel oder Pinselstift Buchstaben zu formen. Hierzu gibst du bei jedem Abstrich Druck auf das Gerät und bei den Strichen, welche rauf gehen, lässt du den Druck los. So entstehen verschiedene Strichdicken. Etwas Übung braucht es schon.

Im Netz gibt es aberviele Vorlagen, welche du nachzeichnen könntest. Ich empfehle dir das nicht, versuche dich auf weissem Papier und schreibe die Buchstaben in verschiedenen Formen, so findest du eher heraus wie dein Schwung funktioniert und du lernst bereits von Anfang an DEINEN eigenen Schwung.

Beim Papier wählst du eines mit glatter Struktur, dies schont deine Brushpens. Ich mag zum üben ein preiswertes Laserdruckpapier, diese haben eine feine Oberfläche.

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Zuerst mal zu den Schreibgeräten. Bitte beachte, dass es ganz viele Brushpens gibt und nicht jeder funktioniert gleich gut. Ich kann dir hier auch nicht den ultimativen Stifte Tipp geben, da es bei jedem anders ist.

Tombow Fudenosuke und der

Pentel touch sign eignen sich für Anfänger sehr gut. Da die Spitze etwas härter ist.

Faber Castell, die verfügen über eine wunderschöne Farbpalette.

Ecoline, welche meine Lieblinge sind, weil sie so schön saften.

Tombow Dual ABT hat jeder Zuhause, welcher sich bereits schon mal in einer Papeterie erkundigt hat – ganz ehrlich – dies ist nicht mein Freund. Die Farbpalette ist zwar unschlagbar, jedoch hat er eine sehr weiche und grosse Spitze, welche einem nichts verzeiht und dadurch schnell frustrieren kann. Gell, dies ist jetzt einfach meine Meinung und muss für dich nicht so sein.

Pentel Aquarell Pinselstift, der verhält sich wie ein Pinsel, er hat auch einzelne Häärchen. Ist aber auch eher ein Stift für Fortgeschrittene.

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Diese Stifte, welche ich hier nenne, sind nur ein kleiner Teil, welche zurzeit auf dem Markt sind. Sobald der Stift nachgibt, kannst du mit ihm Brushlettern. Das kann auch ganz gut ein weicher Bleistift oder ein gewöhnlicher Pinsel sein!

So nun genug Gequatscht. Am ehesten lernst du, wenn du einfach mal beginnst. Also – LOS!

Übe zuerst die Abstriche mit Druck und die Aufstriche mit loslassen. Lockere zuerst dein Finger und Handgelenke, setz dich gerade auf den Stuhl. Der meist gesagte Satz an meinen Kursen: Du darfst mehr drücken! 😉

Wenn du diese einigermassen hinbekommst, dann versuche mal die Striche zusammen zu fügen und mache Kreise. Vergiss bitte nicht zu atmen und mache die Übungen langsam und bewusst!

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Nun kannst du bereits Buchstaben schreiben. Setzte so oft wie möglich ab! Auch wenn es Verbundene Schrift heisst, heisst es nicht, dass du alles in einem Zug durchschreiben sollst. Wenn du absetzt, hast du Zeit, um zu atmen und zu überlegen wie es weitergeht, ohne einen Pflatsch auf dem Papier zu haben! Auch gibt es beim Brushlettern keine Doppel Striche, diese wirst du sehen und sie sind unschön.

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Löse dich von der gelernten Schulschrift, du darfst Buchstaben auch Anders schreiben, sie sollten einfach noch erkennbar sein. Hier einige Varianten von mir (schwarz sind die, welche wir mal gelernt haben. Grün Variante, wie du sie auch noch schreiben kannst):
Handlettering lernen, Brushlettering, Alphabet, schön schreibenNun bist du gewappnet und kannst mal Anfangen zu üben. Ich freue mich, dich an einer meiner HandletteringKurse begrüssen zu dürfen.

A- wie der Anfang

Wie fängst du am besten an mit dem Handlettering? Es ist ganz einfach und die Werkzeuge, welche du brauchst, hat jeder Zuhause.

 

Wenn dir noch nicht ganz klar ist, was den genau mit diesem Handlettering gemeint ist, dann lies doch noch diesen Blog: Was genau ist Handlettering?

 

Als ich angefangen habe, mich mit Buchstaben auseinanderzusetzen gab es noch kaum Material dazu. Was die ganze Sache deutlich einfacher gemacht hat. Denn man schrieb halt einfach mit dem was man Zuhause hatte: Farbstiften, Fineliner, Filzstifte und Co. Und ja, manchmal war es auch nur der einfachste Kugelschreiber, der flutschte.
Ich möchte damit sagen, dass du nicht zuerst teures Material einkaufen musst, um mit deinem neuen Hobby zu beginnen. Logisch ist es schön, schönes Werkzeug zu haben – aber es ist nicht entscheidend ob du Freude an der ganzen Sache finden kannst.

 

Ich möchte dir hier auch nicht das ultimative Produkt vorstellen, denn mein Lieblingsstift, muss nicht dein Lieblingsstift sein! Einer mag es flutschig, der Andere kratzig und noch ein Anderer mag Farbstifte am Liebsten – so soll es sein! Und in den Papeterien kannst du viele Stifte testen, mach das und schau, welche Stifte dir gut in der Hand liegen und dir ein wohliges Gefühl beim schreiben bescheren.

 

Hier ist das Basic HandletteringMaterial, welches sinnvoll ist:


Fineliner in verschiedenen Strichdicken
Bleistift, hier eignet sich ein weicheres sehr gut

Radiergummi, ich mag auch hier ganz weiche
Geodreieck

Optional:
Ein weisser Stift (zum Beispiel der GellyRoll von Sakura)
Brushpens (Pentel touch sign und der Tombow Fudenosuke, sind gute Anfänger Stifte)
Wasserfarbe (Ein Kasten oder die tollen Farbfässli von Ecoline)
Sehr glattes Papier (Die meisten LaserDuckerpapier haben eine sattinierte Oberfläche)

Zu den Brushpens erzähle ich dir im nächsten Blog mehr (das Anleitung ABC geht ja weiter, gell 😉), da gibt es noch viel zu sagen und würde dieser Anfang hier sprengen. Zu sagen ist nur, es gibt nicht nur die Tombows ABT DualDinger!

 

 

 

 

Beginne mit deiner eigenen Handschrift und versuche diese mal zu Verändern. Ziehe sie lang, mache sie dick, hänge Serifen an. Versuche mal was alles so passiert. Sobald du mal angefangen hast, dich aus deiner gewohnten Schreibschrift zu lösen, schaust du auch die viele Inspiration im Netz anders an.
Hier einige Varianten, welche du mal testen kannst:

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Versuche Schriftbilder zu analysieren: wie sind die Rundungen, wie die Endungen, gibt es wiederkehrende Punkte in der Schrift? Je mehr du dir anschaust und genauer betrachtest, desto eher kannst du auch die Vielfalt deiner Buchstaben verändern.
Wichtig ist auch, dass du zu beginn langsam arbeitest, die Geschwindigkeit ist kein Ziel bei dem Buchstaben malen. Die Welt ist schon genug schnell, lass dir Zeit und entspanne dich beim Zeichnen! Das Tempo kommt dann irgendwann mal durch die Übung.

 

Good Vibes only! Wenn du mit Freude am schreiben bist, sieht man es dem Schriftbild an! Handlettering kann man zwar üben, aber nicht erzwingen! Und ein Buchstaben merkt es, wenn du ihn nicht magst!

 

Schreibe mit Bleistift vor und ziehe Linien. Es hilft ungemein, wenn du den Schriftzug bereit einmal gesehen hast, du kannst noch ausbessern und ändern was dir nicht gefällt, ehe du ihn mit Fineliner nachzeichnest.

 

Lass dich nicht entmutigen, auch wenn es noch nicht so aussieht, wie du es gerne hättest! Üben ist der entscheidende Schlüssel dazu. Ehe du deine Stifte in eine Ecke schmeisst, besuche einen Kurs, dies wird dir helfen!

Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast und du mit dem schönsten Hobby aller Zeiten beginnen willst! Anfangen ist jeweils auf eigene Gefahr, gell, denn es kann sehr schnell süchtig machen!

Es geht weiter mit dem Alphabet, ich werde dir zu jedem Buchstaben etwas erzählen und erklären. Wenn du nichts verpassen willst, dann trage dich doch in den {Hand}Letter ein.

Herzlichst, Ste*

 

… wie Alles begann – TEIL 2

Hey, ich bin dir hier ja noch eine Fortsetzung schuldig. Magst du dich noch an Kreativ Abenteuer – Teil1 erinnern? Schon eine ganze Weile her und viel hat sich getan. Aber da ich zwar „Frau der schönen Worte“, aber nicht „der vielen Worte“ bin, muss ich immer den Zeitpunkt abwarten an dem ich so richtig Lust habe drauflos zu schreiben – der wäre also jetzt.

Ich habe diesen Artikel an einem Zeitpunkt angefangen zu schrieben, an dem ich wirklich nicht wusste wie es weiter geht mit mir und meinem kleinen Business, deshalb ist heute auch ein schöneres Gefühl hinter dem schreiben als im ersten Teil und es hat sich auch vieles Verändert. Aber ich bleibe jetzt zuerst mal in der richtigen Reihenfolge ????

Weiter geht es….

Ja im Oktober 2016 haben Josianne von Quittenduft und ich dann definitiv entschieden, dass wir das Lokal bei uns im Dorf mieten wollen. Ja, es war für uns ein Risiko, aber wir wussten Beide, dass wir zusammen funktionieren und dass wir Beide einen Raum brauchen, in dem wir uns Zuhause fühlen, uns einrichten können und wir nicht auf irgendjemand schauen müssen, ausser auf uns. Och war das ein geniales Gefühl die Schlüssel unseres Atelier Blauwals in den Händen zu haben.

Wir haben Gas gegeben mit Streichen, Möbel zusammensammeln – die haben wir im Übrigen alle bekommen, quasi ne Sperrmüll Einrichtung einfach in Wunderhübsch und passend zu uns! Mitte Dezember 2016 feierten wir dann Eröffnung und ab da an fanden meine Kurse in meinem eigenen Atelier statt. Ich konnte meine ganze WarenAnsammlung zügeln und dort Arbeiten! Nach wie vor einer der besten Entscheidung welche ich getroffen habe. Seit diesem Zeitpunkt habe ich nun ein AtelierGspändli, was alleine schon für das WeihnachtsEssen voll praktisch ist (haben wir zwar noch nie gemacht, aber trotzdem schön zu wissen, dass ich nicht alleine an einem Geschäftsausflug sitzen würde….)

Ich wurde ja in mein kleines Business quasi reingeschoben, ich habe nicht viel geplant, ich habe einfach gemacht und so ist alles entstanden. Es lief sehr gut, ich durfte Logos machen, Schilder malen, Karten gestalten, Schaufenster beschriften und Kurse geben. Ja auch die Sch** Buchhaltung musste ich machen, gehört halt dazu – aber glaube mir ich bin definitiv nicht für diese geboren, läck machen mich solche arbeiten «hässig».

Das ganze Jahr 2017 arbeitete ich quasi rund um die Uhr, arbeitete im Akkord Aufträge ab, hielt die Kurse und unter dem Strich blieb nicht wahnsinnig viel übrig von meinem Verdienst – was ich eben anhand der Buchhaltung feststellte, also doch gäbig dieses Zeug ????. Ich war als ich den ersten Teil geschrieben habe wirklich am Punkt, an dem ich mich fragte was ich will und warum ich das alles auf mich nehme. Keine Zeit mehr für mich, für den Haushalt – nur am abreifflen von Aufträgen (Was mir bytheway immer sehr viel Freude bereitet hat). Ich habe den ersten Teil geschrieben um euch eigentlich auf mein Ende vorzubereiten – denn ich war nicht mehr glücklich so wie es lief und es kann nicht sein, dass alles gut läuft und trotzdem weder Zeit noch Geld übrig war am Schluss. Als ich aber die Biografie angefangen habe zu schreiben, habe ich schnell gespürt, dass ich soooo viel erreicht habe, ich von ganzem Herzen Handlettering und meine Kurse liebe und ich mir gar nicht vorstellen kann, was ich sonst machen wollte. Hmmm, also eine Idee hatte ich mit mir, aber da mich mein Buddy nicht einstellen wollte musste ich halt einen anderen Weg finden (Danke du Buddy, dass du mich nicht wolltest und danke für das Gespräch damals – du bist auch etwas schuld an meiner jetzigen Lage ????)

Ja, aber welchen Weg? Ich glaube ich war sehr eingefahren und wusste gar nicht was ich anders machen könnte. Also doch eigentlich wusste ich es ganz genau, aber ich getraute mich nicht und wusste auch nicht, ob es DIE Lösung war. Dann kam meine zweite Heldin ins Spiel und lange habe ich hin und her studiert ob ich das will und kann und gottsei dank, habe ich diesen Schritt gemacht und ich habe wunderbare Unterstützung um meine Ideen und Visionen umzusetzen und Jemand mit dem ich über mein Business sprechen kann und mir immer wieder neue Inputs gibt um Mut zu finden es einfach zu machen.

Ich muss euch ja gar nicht wirklich erzählen was ab dann alles abgegangen ist, ich konnte schon viele meiner Idee umsetzen, ich fand endlich den Mut das Kreativ Abenteuer loszulassen und mir eine andere Sichtweise für mein Geschäft zu erlauben.
Der neue Name und das Logo hatte ich eigentlich schon lange in der Schublade, nun habe ich es einfach gemacht (im übrigen nochmals einer der Besten Entscheidungen meines Lebens ????)
Der Handlettering OnlineKurs sass schon ewig in meinem Kopf, aber ich wusste nie wie ich meine Werte, welche mir sehr Wichtig sind, in so einen Kurs packen kann. Ja, ich würde sagen, ich habe es geschafft. Es ist super und ich kann voll und ganz dahinter stehen und es bereichert mich unheimlich! Voll mein Ding…

Ich «stogle» nicht mehr den Aufträgen hinterher, ich konzentriere mich voll und ganz auf die Online und die OfflineKurse – welche halt einfach immer das Schönste waren an meiner Arbeit, ich aber gar nie die Zeit fand, diese auszubauen – ich liebe es über Buchstaben zu sprechen, Menschen abzuholen und sie beim schön Schreiben zu inspirieren. Die Aufträge, welche ich nun noch mache, mache ich mit der selben Leidenschaft wie damals als alles begann. Die Buchhaltung habe ich kürzlich abgegeben (ach wie geil fühlt sich sowas an… krass), ich habe Struktur in meinen Alltag gebracht, soweit das halt mit einem ChaotenHirn funktioniert, habe Zeit für die Familie, den Haushalt und den Hund.

Jaaa, ich bin voller Energie und du kannst gespannt sein, was ich noch alles für Ideen habe – denn ich haue alles raus imfall und ich freue mich darauf wie Bolle mit dir meine Leidenschaft Handlettering zu teilen!!

Hey – und merci, dass du soweit gelesen hast & du mit auf der SchriftWolke sitzt, ich freue mich auf dein Kommentar*

Herzens Umarmung, Ste*

Wieso, weshalb & warum

Wie ihr wisst, ist ja der erste Handlettering OnlineKurs bereits Geschichte. Es waren 6 tolle Wochen und ich bin dankbar, all die tollen Frauen dabei gehabt zu haben. Wir bleiben weiterhin in Kontakt in unserer FacebookGruppe, welche nur für diesen Kurs ist.

Der nächste Kurs startet am 23.April 2018, anmelden könnt ihr euch ab dem 9.4. Ich werde bestimmt wieder mit einem Earlybird Preis starten. Schreib dich doch im Newsletter ein – so verpasst du nichts.

In der Gruppe kam oft auf, „was soll ich üben“ „ich habe keine Zeit“ und „Wie (also welche Schrift etc) übe ich“. Ganz klar ist, das tägliches üben wertvoll ist. Und es gibt keine dankbarere Aufgabe um es im Alltag einzubauen wie schreiben. Es gibt x Tätigkeiten im Tag, in dem wir einen Stift in den Händen halten. Sei es der Einkaufszettel, Kuverts anschreiben (jaja auch die für die Krankenkassen dürfen schön angeschrieben sein ;-)) oder man wartet irgendwo auf etwas, bei dem Stift und Papier kurz gezückt werden kann. Ich schreibe täglich meine ToDoListe, beziehungsweise mache ich mir ein BulletJournal und schreibe Journaling, da ist das täglich üben auch gleich mit einer Wichtigen Sache gekoppelt und ich mache es eh, warum dann nicht auch in Schön und täglich etwas anders.

Ja man kann auch mit allem möglichen schreiben, es muss nicht mal Stift und Papier da sein, so kann mann mit einem Stock in den Sand schreiben, mit Waldfundstücken etwas zurechtlegen – es gibt tausend Möglichkeiten. Mal soviel zu Wann 😀

Dann kommt noch das was. Auch ich weiss manchmal nicht was ich schreiben soll, beim Aufschreiben für die Gruppe, fand ich aber heraus, das es ja nicht mal schwer ist und Worte, Sprüche gibt es auch unzählige. Und ganz eigentlich, ist es ja egal was man schreibt, sondern das man schreibt. Wie bei mir das täglich Datum in „Schön“ in meinem Journaling. Und ich frage mich gerade beim tippen, muss es überhaupt ein Wort sein? Nein, es kann auch einfach eine Buchstabenfolge sein, welche man gerne mal verbinden möchte. Ha! So einfach. Ich habe mein „SpruchReif“ Büchlein, dort sammle ich mir Worte und Sprüche, welche ich aufschnappe um diese dann irgendwann mal zu verlettern. Auf Instagram gibt es gaaaanz viele Challenges, hänge dich an eine und mache mit, der Austausch dort ist auch immer ganz schön. Ich bin auf die Seite von @lerring_collection gestolpert, dort findet ihr eine gute Sammlung dieser Challenges.

Auf Insta wie auch auf Facebook gibt es den #läddergäng, eine tolle Buchstabenverrückte Gruppe, welche sehr Inspirirend ist.

Der Blog von Debby www.Herz-Kiste.ch ist auch sehr zu empfehlen, die liebe Frau veröffentlicht jede Woche ein Interview von Menschen welche sich mit Handlettering auseinandersetzten und jedesmal gibt es eine Anleitung zu einem Thema – schaut mal rein!

Und das liebe Wie. Och liebe Leute, die Welt ist voller Buchstaben. Tob dich einfach aus. Nimm dir Beispiele welche dir gefallen und baue es zu deinem um. Versuchen geht meist über zuviel nachdenken. Und es muss auch nicht perfekt sein! Better done, than perfect! Oder so heisst es auf englisch 😉 Aber ich habe der Gruppe auch ein Bild gemacht wie sie etwas gestalten können und teile es gerne auch mit euch hier!

 

Und wisst ihr was auch noch dazu gehört? SPAAAAASSSS! Denn wer Spass an einer Sache hat, der übt nicht, der führt eine Leidenschaft aus 😉

Vielleicht mögt ihr mir in den Kommentaren schreiben, wie ihr euch Inspiration holt oder was ihr so schreibt. Ich freue mich von euch zu lesen!!

Herzlichst, und gut üb!

Ste*

Der Vortrag

So ihr lieben Alle!

Heute halte ich mal einen Vortrag, einer welcher ich an all meinen OfflineKursen hervorhole. Wisst ihr was das Wichtigste beim Handlettering ist? Nein, nicht das Wissen, das Material oder das Können! Vielmehr ist es die Selbstliebe und der Spassfaktor an der ganzen Sache. Ich höre oft „ich kann das nicht“ „bei mir sieht es nie so aus wie bei den Anderen“ oder „hier könnte man noch das und das verbessern“…. Das sind alles nur Selbstzweifel und wieso muss es denn aussehen wie bei Anderen? Und wenn man schon denkt, dass man es nicht kann (dies gilt übrigens nicht nur für das Handlettering), dann geht es auch nicht. Glaubt mir der Stift führt auch ein wenig eure Gedanken! Und wenn diese negativ sind, na dann, dann sieht man dies dem Buchstaben auch an!

 

Die Technik, das Wissen kommt ganz alleine vom üben und dem Spass. Wenn ihr Spass habt, dann übt ihr regelmässig und eure Werke verbessern sich stetig. Beim Schreiben hat man immer das Gefühl (dies sind meine Beobachtungen), dass man es innerhalb 2h können sollte – ist ja „nur“ schreiben. Aber wenn ihr anfangt zu töpfern, habt ihr auch nicht den Anspruch eine perfekte Vase zu Töpfern am ersten Abend. Wisst ihr was ich meine?!

Zum Satz „es sieht bei mir nicht aus…“ kann ich nur fragen, ist das wirklich euer Anspruch, gleich zu sein wie Andere? Ihr seid gut genug und jedes Werk hat Charakter und EUREN Stil.

<–Ein ganz altes Werk von mir, sowas von nicht perfekt, finde es nichtmal mehr hübsch. Aber gemacht habe ich es und dazu gelernt!

Und das ständige, hier könnte ich noch besser oder da, ja es könnte immer besser sein, dies denke ich auch bei meinen Werken. Aber Hey, meist seht nur ihr die möglichen „Fehler“ oder die Unschönheiten. Wir sitzen so Nahe am eigenen Blatt, das wir jeden Fliegenschiss sehen. Halten wir das Papier etwas weiter weg, sind die Makel halb so schlimm und wenn wir sogar den Mut haben den Winkel (egal ob mit dem Blick oder den Gedanken) zu verändern, dann hoppla, sieht man diese „Fehlerchen“ nicht. Wir sind am lernen, täglich und jedes Werk welches wir machen bringt uns ein Stück weiter in unserem tun. Und wenn es einfach nur Spass gemacht hat, dann ist Perfektion sowas von schnurtzpippegal, imfall!

Und dann gibt es noch so Tage an denen nichts läuft, auch Dinge welche man eigentlich kann, wollen an denen Tagen so ganz und gar nicht. Hier kommt nun der ZyklusTag zum Zuge. Meist ist es kurz vor Mens oder grad ganz tief im Winter. Dies hat auch Auswirkungen auf unsere Feinmotorik, unser Denken und alles andere. Ihr glaubt nicht wie Schwungvoll ich beim Eisprung schreiben kann 😉 Diese Tage darf es geben, am nächsten geht es besser. Ich habe das Glück, dass ich mein Atelier mit der lieben Josianne von quittenduft.ch teilen darf und sie gibt wunderbare Kurse zum weiblichen Zyklus – welche ich halt beim schreiben einsetze und mir durch dieses Wissen (und glaubt mir, meines ist klein und es hilft mir schon! Josianne ist da der Profi und sie weiss voll Alles darüber!!) einiges erklärt wurde und wieso ich nicht an jedem Tag mit gleichem Flow arbeiten kann. Es heisst nämlich nicht, dass ihr es nicht (mehr) könnt, sondern das halt unsere Zyklustag nicht für diese Schriftart die nicht funktioniert gemacht ist.

 

So Vortrag ENDE, dies gilt übrigens nicht nur fürs Handlettering, sondern für das ganze Leben, nicht vergessen! Positiv Denken hilft unheimlich!

Ste*

 

P.S.: Schau hier noch ein Glass voll Selbstliebe für den Heimweg…